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Studien über Jäger- und Sammler-Vorfahren zeigen: 6,4 Stunden Schlaf sind optimal

Дата публикации: 31-08-2026 05:16:00

Acht Stunden gelten als optimale Schlafdauer. Doch Studien ziehen diesen Wert in Zweifel. Ein Blick auf Jäger- und Sammlergesellschaften zeigt ein anderes Bild.

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Acht Stunden gelten als optimale Schlafdauer. Doch Studien ziehen diesen Wert in Zweifel. Ein Blick auf Jäger- und Sammlergesellschaften, die unseren Vorfahren ähneln, suggeriert 6,4 Stunden Schlaf.

Wie viel Schlaf braucht ein Erwachsener? Viele Menschen würden darauf mit „acht Stunden“ antworten, die sich im Laufe der Jahre als gesellschaftliche Faustregel herauskristallisiert haben.

Ein internationales Forscherteam hat sich nun der Frage gewidmet, wie viele Stunden Menschen von Natur aus schlafen – und sich dabei in ursprünglichen Jäger-Sammler-Gesellschaften umgesehen, die in ihrer Lebensweise unseren Vorfahren am nächsten kommen.

Im Zuge ihres Reviews, der wichtige Forschungsergebnisse zu diesem Thema zusammenfasste und im Fachjournal „Brain Medicine“ erschien, stellte es heraus, dass Menschen aus Tansania, Namibia und Bolivien zwischen 5,7 und 7,1 Stunden schlafen, also im Schnitt 6,4 Stunden.

Ursprünglich lebende Menschen schlafen 5,7 bis 7,1 Stunden

Diese Schlafdauer erscheint verhältnismäßig kurz. Auch angesichts der Umstände, dass die Menschen in diesen Ländern teilweise nur eingeschränkten oder keinen Zugang zu künstlichem Licht oder Smartphones haben und selten erheblichem Verkehrslärm ausgesetzt sind – allesamt Faktoren, die den Schlaf im globalen Westen stören.

Gleichwohl schienen die fünf bis sieben Stunden Schlaf für die Menschen ausreichend zu sein; kompensierende Nickerchen registrierten die Forscher bei ihnen nicht.

Gesundheitszustand bei Schlafdauer entscheidend

Sind acht Stunden Schlaf also zu viel? Schließlich legen diese Ergebnisse die Vermutung nahe, dass die Menschen so viel schlafen, wie nötig ist. Allerdings weisen die Forscher darauf hin, dass über den Gesundheitszustand der untersuchten Menschen wenig bekannt ist und somit auch darüber, wie dieser den Schlaf beeinflusst.

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Doch auch andere Studien, die sich mit den Zusammenhängen zwischen Schlaf und Wohlbefinden in industrialisierten Gesellschaften beschäftigt haben, geben Aufschluss über die nötige Schlafdauer. Die US-Nachrichtenseite „The Conversation“ hat diese in einem Überblick zusammengetragen.

Optimale Schlafdauer liegt offenbar unter acht Stunden

Wenn optimaler Schlaf als die Schlafdauer definiert wird, die mit bester Gesundheit einhergeht, deuten viele große Studien darauf hin, dass der ideale Wert möglicherweise unter acht Stunden liegt.

Das zeigt auch eine aktuelle Studie. Diese hatte anhand von Gehirn- und Körperscans sowie molekularen Messungen untersucht, wie Schlaf mit der Alterung verschiedener Organe in Verbindung steht. Als optimale Schlafdauer identifizierten die Forscher zwischen 6,4 und 7,8 Stunden Schlaf – abhängig vom Geschlecht und von dem betrachteten Organ des jeweiligen Studienteilnehmenden.

Zu viel und zu wenig Schlaf beeinträchtigen Gesundheit

Darüber hinaus hatten zahlreiche Studien gezeigt, dass sowohl zu wenig als auch zu viel Schlaf die Gesundheit beeinträchtigen und das Risiko für

Auch diese Ergebnisse ziehen in Zweifel, dass jeder Mensch ungefähr acht Stunden Schlaf braucht.

Darüber hinaus basieren viele Schätzungen zur optimalen Schlafdauer auf Durchschnitten, und „den durchschnittlichen Menschen“ gibt es nicht. So können Menschen gleichen Geschlechts und Alters unterschiedlich viel Schlaf brauchen.

Schlafmuster haben sich in der Vergangenheit stark verändert

Die Acht-Stunden-Regel in Bezug auf die Schlafdauer greift daher zu kurz – der Schlafbedarf ist individuell verschieden, ebenso der Zeitpunkt, wann wir zu Bett gehen und aufstehen. Die einfache Botschaft lautet daher: Schlafen Sie genug, wenn sich Ihnen die Möglichkeit bietet und zerbrechen Sie sich nicht den Kopf, wenn Sie mal wenig geschlafen haben.

Die Schlafmuster haben sich über die Jahre und Jahrhunderte ohnehin stark verändert. Sie sind im Vergleich zum natürlichen Hell-Dunkel-Zyklus verspätet verschoben; viele Menschen wachen von Natur aus nicht vor Sonnenaufgang auf oder schlafen kürzer während der Arbeitswoche und länger am Wochenende.

Ein Treiber dieser Entwicklung ist künstliches Licht, da es unsere Schlafgewohnheiten verändert. Außerdem verschiebt es unsere innere Uhr, die den Schlaf- und Wachrhythmus steuert.

  1. Bewegen Sie sich tagsüber ausreichend: So sind Sie nicht nur geistig, sondern auch körperlich ermüdet. Gehen Sie mindestens die empfohlenen 10.000 Schritte pro Tag.
  2. Achten Sie auf Ihr Gewicht: Wer übergewichtig ist, neigt zum Schnarchen und zur Schlafapnoe. Die dadurch entstehende Tagesmüdigkeit nimmt Ihnen die Kraft für Sport. Außerdem bekommen Sie mehr Hunger. Beides wirkt wie ein Brandbeschleuniger für Ihr Übergewicht. Holen Sie sich medizinischen Rat ein, was Sie dagegen tun können.
  3. Gehen Sie zu festen Zeiten ins Bett: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, darum ist es empfehlenswert, eine konstante Einschlafzeit einzuhalten. Wenn Sie mal um vier Uhr nachts ins Bett gehen und mal um 23 Uhr, machen Sie sich das Einschlafen unnötig schwer.
  4. Reduzieren Sie den Handy- und Medienkonsum vor dem Schlafen: Experten empfehlen eine Karenzzeit von mindestens einer Stunde zwischen der letzten Folge der Lieblingsserie oder dem letzten Like auf Instagram und dem Gang ins Bett. Der Grund sind die sogenannten blauen Frequenzen, die diese Bildschirme aussenden. Sie halten uns wach und verhindern, dass das Schlafhormon Melatonin ausgeschüttet wird.
  5. Trinken Sie Alkohol nur in Maßen: Ein Glas Wein oder Bier kann das Einschlafen erleichtern, zwei Gläser dagegen verhindern bereits, dass man in die so wichtigen Tiefschlafphasen kommt. Gleiches gilt für Koffein, 90 Prozent der Menschen fühlen negative Auswirkungen auf ihren Schlaf, wenn sie zu spät am Abend noch Kaffee trinken.
  6. Verzichten Sie auf Sport kurz vor dem Schlafen gehen: Durch die Anstrengung wird die Temperatur des Körpers hochgetrieben und für einen erholsamen und tiefen Schlaf sollte der Körper eher abkühlen und zur Ruhe kommen. Darum ist es auch ratsam, die Fenster zu öffnen oder zumindest im Schlafzimmer die Heizung herunterzudrehen.

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