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Christopher Street Day (CSD) bald in Schorndorf: Warum das dringend nötig ist

Дата публикации: 27-06-2026 17:00:00

Am 26. September wird Schorndorf bunt: Der erste CSD bringt queere Themen und ihre Verbündeten ins Zentrum der Stadt.

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Stand: 27.06.2026, 19:00 Uhr

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Organisieren den ersten CSD in Schorndorf: Gratian Riter (von links), Corin Benesch und Tolunay Yöce.

Organisieren den ersten CSD in Schorndorf: Gratian Riter (von links), Corin Benesch und Tolunay Yöce. © Benjamin Büttner

Am 26. September wird Schorndorf bunt: Der erste CSD bringt queere Themen und ihre Verbündeten ins Zentrum der Stadt.

Schorndorf. „Die Zahl der Straftaten im Bereich ’Sexuelle Orientierung’ und ’Geschlechtsbezogene Diversität’ hat sich seit 2010 nahezu verzehnfacht“: Das gab das Bundeskriminalamt  2025 bekannt. Deswegen ist es aus Sicht von Gratian Riter wichtig, ein Zeichen dagegen zu setzen. Er organisiert – neben Corin Benesch und Tolunay Yöce – den ersten Christopher Street Day (CSD) in Schorndorf, der im September veranstaltet werden soll. Dabei handelt es sich um einen weltweiten, jährlichen Demonstrations- und Festtag, bei dem die Rechte queerer Menschen im Mittelpunkt stehen. Die drei machen deutlich, warum es auch in Schorndorf einen CSD braucht.

In größeren Städten, wie in Stuttgart, gehört der CSD schon lange für viele zum alljährlichen Pflichtprogramm. Tolunay Yöce findet es wichtig, dass gerade auch in kleineren Städten Präsenz gezeigt wird und dass das Thema dort in den Fokus rückt. Es könne sein, dass viele Menschen in Schorndorf noch gar keinen Kontakt zu queeren Personen gehabt hätten.

CSD: Veranstaltung für queere Menschen und deren Verbündete

Dabei ist der CSD nicht nur für queere Menschen, so Gratian Riter. „Sondern für alle, die unterstützen, dass jede Person leben und lieben kann, wen und wie sie will“, ergänzt Corin Benesch. So wie Gratian Riter und Tolunay Yöce. Die beiden beschreiben sich als „Allys“, was so viel bedeutet wie Verbündete oder Verbündeter. Sie und Corin Benesch kennen sich vom Schorndorfer Bündnis gegen Rassismus und Rechtsextremismus, wo alle drei aktiv sind.

Corin Benesch hat im vergangenen Jahr bemerkt, dass sich die Stimmung gegenüber der queeren Community negativ verändert: Firmen, die Handel mit den USA betreiben, hätten kein Pride-Logo (Regenbogenflagge) mehr, Teilnahmen an CSD-Veranstaltungen würden abgesagt und die Rechte von Transpersonen in den USA eingeschränkt. Was seinen Anfang in den USA nehme, könne sich auch in Deutschland etablieren. Corin Benesch erinnert an 1933, als die Rechte von Transpersonen mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten stark eingeschränkt wurden.

Als non-binäre Person: Erfahrungen von Corin Benesch

Queere Menschen sind überall, so Corin Benesch, als nicht-binäre Person selbst Teil der Community. Nicht-binäre Personen sind Menschen, deren Geschlechtsidentität außerhalb der binären Geschlechterordnung (männlich oder weiblich) liegt. Corin Benesch geht davon aus, dass jede Person eine queere Person kennt – die Frage sei aber, ob sich die Leute outen. „Der CSD ist auch dafür da, dass die Menschen sich zeigen und Rückhalt erfahren.“ Corin Benesch hat sich geoutet und ist der Ansicht, Glück gehabt zu haben: Es sei nichts Schlimmes passiert, die Menschen seien jedes Mal anfangs verwirrt, danach aber grundsätzlich positiv eingestellt. „Ich merke aber, dass es Hass und Hetze gibt.“ Das Selbstbestimmungsgesetz würde heute nicht mehr so durchgehen, nimmt Corin Benesch an. Corin Benesch hat es selbst in Anspruch genommen, Geschlechtseintrag und Vornamen geändert – direkt am ersten Tag, als es möglich war.

Wie ist der Stand der Planungen für den CSD in Schorndorf? Das Datum ist schon sicher: Samstag, 26. September. Veranstaltungsort wird mit großer Wahrscheinlichkeit der Untere Marktplatz, wo eine Bühne aufgebaut werden soll. Vorgesehen sind Reden, musikalische und eventuell weitere künstlerische Beiträge. Am Programm wird laut Corin Benesch noch gearbeitet. Wichtig ist dem Orga-Team, einen möglichst barrierefreien Raum zu schaffen, am Tag der Veranstaltung werden sich darum Ehrenamtliche kümmern. Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, können sich auch im Vorfeld der Veranstaltung anmelden, sagt Tolunay Yöce.

CSD-Orga-Team freut sich über Sponsoren

Es besteht die Möglichkeit, für den CSD zu spenden, das Bündnis kann aber gerade keine Spendenbescheinigung ausstellen, informiert Gratian Riter. Über Sponsoren freut sich das Orga-Team. Erreichbar sind die drei unter csd-schorndorf@proton.me.

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