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Serie Feines aus der Region bei „Ebbes von hei!“: Vom Ackerbau zum Bio-Hof – was den Höchsterhof in Hüttersdorf besonders macht

Дата публикации: 31-05-2026 11:00:00




Frische Pommes auf dem Bauernmarkt, Marmelade aus wilden Kirschen und „Chutneys“: Der Höchsterhof hat einiges zu bieten. Wie ein Paar den Familienbetrieb neu erfunden hat.



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Serie Feines aus der Region bei „Ebbes von hei!“ Vom Ackerbau zum Bio-Hof – was den Höchsterhof in Hüttersdorf besonders macht

Serie | Schmelz-Hüttersdorf · Frische Pommes auf dem Bauernmarkt, Marmelade aus wilden Kirschen und „Chutneys“: Der Höchsterhof hat einiges zu bieten. Wie ein Paar den Familienbetrieb neu erfunden hat.

Janine und Marcel Dörr betreiben den Höchsterhof in Schmelz-Hüttersdorf.

Janine und Marcel Dörr betreiben den Höchsterhof in Schmelz-Hüttersdorf.

Foto: Alexandra Broeren

Seit vielen Jahrzehnten ist der Höchsterhof im Schmelzer Ortsteil Hüttersdorf in Familienbesitz. Bereits der Großvater von Marcel Dörr hat ihn bewirtschaftet und ausgebaut. Im Jahr 2012 haben Janine und Marcel Dörr den Hof von Vater Dörr übernommen, der den Höchsterhof ganz klassisch mit Ackerbau bewirtschaftet hatte. „Das wollten wir aber beide nicht, sondern wir wollten uns anders aufstellen und stärker diversifizieren“, sagen die Dörrs. Und das haben sie auch geschafft. Aus einem Betrieb, der von konventionellem Ackerbau gelebt hat, hat das junge Paar einen kleinen, aber umso feineren Bio-Betrieb gemacht.

Die Dörrs betreiben den Höchsterhof in Schmelz-Hüttersdorf im Nebenerwerb

Für beide war es beispielsweise von vornherein klar, die Landwirtschaft im Nebenerwerb auszuüben. Nicht zuletzt um Spielraum dafür zu haben, ihre Träume und Wünsche zu verwirklichen, ohne zu Kompromissen gezwungen zu sein. „Uns ist es wichtig, zu sehen, was wir produzieren und es ist uns auch wichtig zu sehen, wer unsere Produkte verbraucht“, sagen sie. Die Leidenschaft, die sowohl Janine als auch Marcel Dörr an den Tag legen, ist dabei deutlich zu spüren.

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Großer Andrang beim Bauernmarkt in Schmelz – regionale Produkte sehr beliebt

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Foto: Barbara Kutsch

„Am Anfang haben wir unseren Pensionspferdestall aufgebaut. Dann kamen die ersten Mutter-Milchkühe dazu“, berichten sie. Elsa, die Erste von ihnen ist jetzt zwölf Jahre alt. „Sie kam im Alter von vier Wochen zu uns und wir haben sie mit der Flasche aufgezogen“, erinnert sich Janine Dörr. Inzwischen stehen rund 18 Mutterkühe auf der Dörrschen Weide. Der Nachwuchs bleibt zwischen neun und elf Monaten bei der Mutter, dann werden die weiblichen Tiere als Milchkühe verkauft, die Jungbullen werden geschlachtet. Fleisch gibt es allerdings nur auf Bestellung in Fleisch-Misch-Paketen und zu vorher festgelegten Terminen. Zu den Zuchtkühen kamen im Laufe der Zeit noch rund 320 Legehennen in zwei mobilen Ställen.

„Ebbes von hei“ soll „ebbes von hei“ bleiben

„Auf unseren Flächen bauen wir im Übrigen nur das an, was wir auch direkt in unserem Hofladen vermarkten können“, sagen die Dörrs. Das sind beispielsweise Mehle aus Emmer, Weizen und Roggen aus eigenem Anbau, aber auch Nudeln, die aus Eiern der eigenen Hühner und diesen Mehlen gemacht sind.

Oder die Haferflocken und das Frühstücksmüsli vom Höchsterhof, das sich besonders dazu eignet, den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. „Unsere Diabetikerkunden schwören darauf“, sagt Janine Dörr. Dazu kommen Zwiebeln, Kartoffeln und Kürbisse. Und natürlich Eier. Eine Spezialität sind auch Leindotter- und Rapsöle sowie der Senf aus eigenem Anbau. Die Veredelung der Produkte übernehmen ausgewählte Partner, mit denen die Dörrs seit Langem zusammenarbeiten. Wichtig dabei sind ihnen nicht nur das Vertrauen in den Partner, sondern auch kurze Wege. Damit „ebbes von hei“ eben auch „ebbes von hei“ bleibt.

Eine der Leidenschaften von Janine Dörr ist das Werkeln in ihrer „Hexenküche“. „Ich mag es nicht, wenn etwas Essbares weggeworfen wird. Deshalb versuchen wir, alles zu verwerten oder zu verkochen.“ So kommt sie beispielsweise ins Schwärmen, wenn sie von der Marmelade erzählt, die sie aus den wilden Mirabellen oder aus wilden Kirschen gezaubert hat, die an Wegrändern wachsen.

Zu ihren Lieblingen gehören auch „Shrubs“, essiggesäuerte Fruchtsirupe aus eingelegten Früchten oder „Chutneys“, eine süß-saure bis pikante Soße aus der indischen Küche, mit Himbeeren, Brombeeren, Bärlauch oder Zwiebeln. Oder die eingelegte rote Beete à la Höchsterhof. Im Hofladen gibt es aber auch fertige Gerichte, die nur aufgewärmt werden müssen: eine Sauce Bolognese beispielsweise und eine Erkältungssuppe nach einem Rezept von Hildegard von Bingen. Seit Kurzem gibt es sogar Käse im Hofladen. Der allerdings nicht aus der Milch der eigenen Kühe gemacht wird, denn die ist für die Kälber reserviert, sondern kommt aus einer befreundeten Käserei. „Wenn mir etwas gut gefällt, dann ist es auch etwas für den Hofladen“, sagt Janine Dörr.

Höchsterhof aus Schmelz-Hüttersdorf ist auch auf regionalen Bauernmärkten vertreten

Oft sind Janine und Marcel Dörr mit ihren Produkten auch auf den regionalen Bauernmärkten zu finden. Beispielsweise auf den Bauernmärkten in Schmelz, Lebach oder am Finkenrech. „Wir suchen uns dann etwas vom Hof aus, das wir anbieten können. Das kann ein Pulled-Beef-Burger sein, Waffeln oder Bratlinge.“ Der Renner seien vor Kurzem auf dem Schmelzer Bauernmarkt übrigens ganz normale, frisch gemachte Pommes frites gewesen. „Vor allem die Kinder waren begeistert, weil sie einmal zugucken konnten wie Pommes gemacht werden“, erzählt Janine Dörr.

Kinder sind gerne gesehen auf dem Höchsterhof. Deshalb empfangen Janine und Marcel Dörr auch gerne Besuch von Kitas oder Schulklassen. „Das ist unser Beitrag zu deren Unterstützung“, sagt Marcel Dörr. Denn: „Wir wollen den Menschen und vor allem den Kindern zeigen, wo ihr Essen herkommt. Und wir wollen ihnen bewusst machen, dass nicht alles selbstverständlich ist.“

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