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Börse: Dax nahe Rekordhoch, SAP Aktie mit Kursrallye, Wall Street gibt Gewinne teilweise wieder ab

Дата публикации: 27-07-2026 16:14:00

Auch wenn das Tempo zuletzt nachließ – dank gefallener Ölpreise und kräftiger Gewinne des Schwergewichts SAP hält sich der Dax am Montag deutlich über der Marke von 25.000 Punkten. An der Wall Street drücken Verluste bei Chipaktien die Stimmung an der Technologiebörse.

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Eine Angriffspause der USA im Krieg mit Iran hat dem deutschen Aktienmarkt einen schwungvollen Wochenauftakt beschert. Der Dax ließ am Montag dank fallender Ölpreise und kräftiger Kursgewinne des Index-Schwergewichts SAP die Marke von 25.000 Punkten klar hinter sich. Allerdings gab der Leitindex mit der Schlussauktion einen Teil seiner Gewinne ab, legte auf seinem Tagestief aber noch um rund ein Prozent auf 25.361 Zähler zu. Für den MDax ging es letztlich um 0,4 Prozent auf 32.106 Punkte nach oben.

Zum Ende des Xetra-Handels in Deutschland notierten die Aktienmärkte in den USA nach einem festen Start uneinheitlich. Vor allem an der US-Technlogiebörse Nasdaq gaben die Kurse wieder nach.

Die Vereinigten Staaten haben vorerst ihre Angriffe gegen den Iran beendet. Laut der Nachrichten-Website Axios begründete US-Präsident Donald Trump die Aussetzung der Kriegshandlungen damit, dass Gesprächen eine Chance gegeben werden soll. Auch der Iran hatte angedeutet, seine Angriffe vorerst auszusetzen. Bis zum Wochenende hatten die USA 13 Nächte in Folge Angriffe auf den Iran gemeldet.

Mit dem Ifo-Geschäftsklima stand zudem das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer im Blick. Es fiel etwas besser aus als von Experten gedacht. Die Daten seien ein positives Signal für den Start ins dritte Quartal, kommentierte Marc Schattenberg, Volkswirt bei der Deutschen Bank. Vor allem die jüngsten Reformbeschlüsse der Bundesregierung dürften den Optimismus vieler Unternehmen gestärkt haben, betonte der Ökonom.

Wall Street: Verluste bei Technologiewerten

Angesichts wieder sinkender Ölpreise waren die US-Börsen am Montag zunächst mit Gewinnen gestartet, gaben aber einen Teil ihrer Gewinne schnell wieder ab. Auf der Agenda stehen zahlreiche Quartalszahlen, darunter auch wieder Berichte von Tech-Schwergewichten sowie die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed. Der Dow Jones notierte zuletzt noch 0,2 Prozent fester bei 52.035 Punkten. Der Nasdaq 100 legte zum Start 1,1 Prozent zu, drehte dann aber unter dem Gewicht der Chipwerte schnell ins Minus, das zuletzt rund 0,7 Prozent auf 27.916 Zähler betrug. Der S&P 500 verbuchte ein moderates Minus von 0,1 Prozent.

Im Technologiesektor droht die neue Börsenwoche ohnehin weiter unruhig und schwankungsreich zu bleiben. Denn in den kommenden Tagen stehen zahlreiche Quartalszahlen auf der Agenda, unter anderem von den Schwergewichten Microsoft, Meta und Apple. Hinzu kommt am Mittwoch die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed, auf die sich der Gesamtmarkt bereits vorbereitet.

Unter den Einzelwerten gehörten im Dow zwar einige Tech-Werte zu den Stützen, diese kamen mit Salesforce, Alphabet und Microsoft aber eher aus dem Software- und Internetsektor. Ganz anders sah das Bild bei Chipwerten aus. Nvidia war unter den „Magnificent 7“ mit einem Kursrutsch um 4,2 Prozent das abgeschlagene Schlusslicht. Aktien weiterer Branchengrößen wie AMD und Micron büßten sogar bis zu 8,5 Prozent ein.

Stimmung der deutschen Wirtschaft verbessert

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juli den dritten Monat in Folge verbessert. Das Ifo-Geschäftsklima stieg um 0,9 Punkte auf 86,6 Punkte, wie das Münchner Forschungsinstitut mitteilte. Gestützt wurde der Indikator durch die verbesserten Erwartungen der Unternehmen. Im Dienstleistungssektor verbesserte sich die Stimmung. Auch im Handel hellte sich das Geschäftsklima erneut auf. Insbesondere die Einzelhändler waren weniger pessimistisch.

SAP setzt Erholung fort, Lufthansa und Infineon gefragt

Größte Dax-Gewinner waren am Montagnachmittag die Aktien von SAP, Scout 24 und Zalando und mit Zuwächsen zwischen 7,6 und 4,1 Prozent. Im Software-Sektor herrschte nach den guten Zahlen von SAP und Atoss Software vom Freitag auch zu Wochenbeginn weiter Zuversicht. Beide Titel legten nochmals merklich zu. Atoss-Papiere gewannen knapp 10 Prozent. Seit Beginn ihres Erholungsversuchs am Freitag hat die Aktie von SAP bereits mehr als 10 Prozent zugelegt.

Lufthansa als Profiteur sinkender Ölpreise verteuerten sich zuletzt noch um rund 1,9 Prozent gegenüber dem Xetra-Schlusskurs von Freitag. Auch Tui und Fraport legten rund 4 und 1,4 Prozent zu.

Die Aktien von Halbleiterkonzernen wie Infineon oder Süss Microtec reagierten auf das starke Börsendebüt des chinesischen Chipherstellers CXMT, der binnen eines Tages zum teuersten Unternehmen Chinas aufstieg, zunächst mit Kurszuwächsen, drehten dann aber ins Minus. Infineon verloren rund 4 Prozent, Süss mehr als 6 Prozent.

Ölpreise erholen sich am Nachmittag

Nach dem Ende der US-Angriffsserie in Iran haben die Ölpreise am Montag merklich nachgegeben. Zuletzt erholten sich die Preise aber ein wenig von ihren Tiefstständen. Ein Fass (159 Liter) Rohöl der weltweiten Referenzsorte Brent zur Lieferung im September kostete zuletzt 90,56 US-Dollar. Das waren 6,43 Prozent weniger als am Freitag. Kurzzeitig war der Preis bis auf 87,55 Dollar gefallen.

Bis zum Wochenende hatten die USA 13 Nächte in Folge Angriffe auf den Iran gemeldet. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg in den folgenden Tagen deutlich und überschritt die Marke von 100 Dollar je Barrel. Die jüngste Pause der US-Angriffe am Wochenende nährte erneut Hoffnung auf eine Deeskalation in dem seit Ende Februar tobenden Konflikt. Auch der Iran hatte angedeutet, seine Angriffe vorerst auszusetzen.

Am Nachmittag erholten sich die Ölpreise jedoch nach Meldungen aus Pakistan wieder. Gut informierte Quellen aus Pakistan halten eine limitierte US-Bodenoffensive für immer wahrscheinlicher. Die Bewertung pakistanischer Geheimdienste sei, dass US-Präsident Donald Trump Warnungen seines eigenen Militärs ignorieren und mit einer begrenzten Offensive iranische Küstenregionen einnehmen könnte, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen in Islamabad. Die Bewertung stütze sich auf militärische Beobachtungen. Pakistan ist im Iran-Krieg ein zentraler Vermittler zwischen Washington und Teheran.

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