Ab Juni 2026 gilt in deutschen Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern die neue Heizregel: Neue Anlagen müssen dann zu 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen. Welche Städte davon betroffen sind.
Ab Juni 2026 gilt in deutschen Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern die neue Heizregel: Neue Anlagen müssen dann zu 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen. Welche Städte davon betroffen sind.
Die EU schreibt den schrittweisen Ausstieg aus fossilen Heizungen vor. Bereits seit Januar 2025 werden rein fossil betriebene Heizkessel nicht mehr staatlich gefördert. Umweltminister Carsten Schneider (SPD) erklärt: „Neue Heizungen müssen zu 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen.“ Damit soll der Kurs der Energiewende im Strom- und Wärmebereich fortgeführt werden.
Um das Gebäudeenergiegesetz (GEG) tobt eine politische Debatte. Die Koalition hatte angekündigt, bis Februar Reformen vorzulegen. Wie diese aussehen werden, ist noch unklar.
Was Stand jetzt gilt: In neu errichteten Wohnhäusern in Neubaugebieten dürfen schon seit 2024 keine rein fossil betriebenen Heizungsanlagen mehr eingebaut werden. Für andere Wohnimmobilien, zum Beispiel Baulücken oder Bestandsgebäude, gelten längere Übergangsfristen bis Mitte 2028. In größeren Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern ist das anders: Dort tritt die 65-Prozent-Regelung für neue Heizungen bereits ab dem 30. Juni 2026 in Kraft. Sobald die Wärmeplanung abgeschlossen ist, müssen neu eingebaute Heizungen dann zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden.
Davon betroffen sind die folgenden Städte:
Selbstverständlich wollen Eigentümer in diesen rund 80 deutschen Großstädten genau wissen, welche Anforderungen auf sie zukommen. Entscheidend ist dabei die Frage, welche erneuerbaren Energiequellen vor Ort tatsächlich genutzt werden können. Hierfür müssen Städte und Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern bis Mitte 2026 ihren kommunalen Wärmeplan vorlegen. Kleinere Orte haben dafür bis 2028 Zeit.
Die Wärmepläne sollen darstellen, wie die lokale Wärmeversorgung klimaneutral gestaltet werden kann. Insbesondere geht es darum, alte Heizungen mit Öl, Gas oder Kohle durch effizientere Lösungen zu ersetzen. Dazu zählen etwa
Eigentümer, Bauherren und Investoren erhalten auf dieser Grundlage eine Karte, die aufzeigt, welche Technologien und Optionen an ihrem Standort verfügbar sind. Die Wärmeplanung muss bis Mitte des Jahres 2026 fertig sein.
Wie die Deutsche Energie-Agentur berichtet, hatten von insgesamt 10.754 Kommunen in Deutschland bis Ende Oktober 2025 bereits 4824 Kommunen ihre Wärmeplanung begonnen. Abgeschlossene Pläne für die Bürger gebe es allerdings erst in 743 Kommunen.
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