Die Fifa-Führung stellt sich geschlossen hinter Gianni Infantino. Zwar räumt der Weltverband Fehler ein, die Selbstkritik betrifft aber nicht die Investorenpläne als solche. Ein fatales Zeichen.
Die Fifa-Führung stellt sich geschlossen hinter Gianni Infantino. Zwar räumt der Weltverband Fehler ein, die Selbstkritik betrifft aber nicht die Investorenpläne als solche. Ein fatales Zeichen.
Der Plan ist tot, es lebe der Plan! Gianni Infantino hat seine Investorenpläne und die Gründung der „Fifa Forward Enterprise“ (FFE) beerdigt. Seine Idee aber ist längst nicht gestorben.
Das wird klar, wenn man sich das Fifa-Statement nach der Krisensitzung am Mittwochabend in Marokko anschaut. Darin werden zwar „Fehler eingeräumt“. Diese betreffen allerdings lediglich die Kommunikation und die internen Prozesse. Dass der Plan, Rechte der WM an Investoren zu verkaufen, falsch sei, davon fehlt in dem Schreiben jede Spur.
Denn diese logische Schlussfolgerung zu äußern, würde zukünftige Vorhaben torpedieren. Und die werden kommen, seid gewarnt. In einem anderen Gewand, mit einem anderen Wording – aber solange Infantino weiterhin die Zügel des Weltfußballs in der Hand hält, besteht die Gefahr des absoluten Ausverkaufs.
Und noch hat Infantino diese Zügel fest im Griff. Dem Fifa-Präsidenten ist in Rabat mehr gelungen, als sich die Rückendeckung der hochrangigen Funktionäre zu sichern. Er hat seine Macht demonstriert, indem selbst der zuletzt kritische Fifa-Generalsekretär Mattias Grafström wieder vor ihm einknickte.
Gestürzt ist Infantino trotz des weltweiten Aufschreis noch lange nicht – und je länger Uefa (Europa) und Concacaf (Nord- und Mittelamerika) benötigen, um einen potentiellen Gegenkandidaten zu präsentieren, desto mehr Scherben kann der Schweizer aufkehren.
Besonders in Asien. Der asiatische Kontinentalverband AFC hatte sich zwar dem Protest angeschlossen, verwies aber vor allem auf die fatale Intransparenz des Fifa-Präsidenten. Erste Nationalverbände zeigten sich bereits solidarisch mit Infantino. Die Putsch-Bewegung bröckelt.
Übersteht Infantino diese Krise, unterstreicht das nur, wie unantastbar der mächtigste Fußballfunktionär der Welt weiterhin ist. Dann ist auch seine Vision nicht gestorben – es lebe der Plan!
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