Am 25. Juli öffnet der Rewe-Markt in Quierschied zum letzten Mal. Wie geht es danach dort weiter? Das sind die Pläne von Penny.
Quierschied · Am 25. Juli öffnet der Rewe-Markt in Quierschied zum letzten Mal. Wie geht es danach dort weiter? Das sind die Pläne von Penny.
Der Rewe-Markt in der Quierschieder Ortsmitte wird am 25. Juli schließen. Ende des Jahres soll dann ein Penny-Markt öffnen.
Foto: OIiver Schwambach/Oliver SchwambachIn Quierschied ist die Schließung des Rewe-Marktes seit Tagen das Ortsgespräch. Definitiv wird der Supermarkt nun am Samstag, 25. Juli, zum letzten Mal öffnen. Das bestätigte Anne Behrendt von der Assistenz des Vorsitzenden der Geschäftsleitung Region Südwest der Penny Markt GmbH auf Anfrage der Saarbrücker Zeitung. Der Discounter mit Sitz im baden-württembergischen Kronau, der auch zur Rewe-Group zählt, wird den Markt in der Quierschieder Ortsmitte weiter betreiben – dann allerdings als Penny-Markt.
Vom Vollsortimenter zum Discounter
Statt eines Vollsortimenters also künftig nur noch ein Discounter, das bedeutet auf jeden Fall Einschränkungen im Angebot. Über die Gründe der Rewe-Schließung wurde zuletzt viel spekuliert. Sowohl der Quierschieder Bürgermeister Lutz Maurer (parteilos) wie auch Ortsvorsteher Stefan Ziegler (CDU) zeigten sich ungehalten darüber, wie kurzfristig sie erst zu Beginn der Woche definitiv über das Aus informiert wurden. Beide Kommunalpolitiker können zudem nicht nachvollziehen, dass es trotz der prominenten Lage in der Ortsmitte oberhalb des Marktplatzes mit einer Schule, Kindergärten und einem Allgemein-Mediziner in der Nähe nicht möglich gewesen sein soll, den Supermarkt auskömmlich zu führen. Zumal vor drei Jahren sogar noch von einer Erweiterung des Rewe-Marktes die Rede war.
Nun bestätigte Penny aber offiziell, dass „Rewe den Markt aus wirtschaftlichen Gründen nicht weiterbetreiben kann“. Detaillierter wollte man sich dazu nicht äußern.„Bei Penny sehen wir aber die Chance, den Standort neu aufzustellen und den Menschen vor Ort auch künftig ein attraktives Einkaufsangebot zu bieten“, erklärte nun Anne Behrendt auf SZ-Anfrage. Und: „Die Eröffnung des neuen Penny-Marktes ist noch in diesem Jahr geplant.“ Wohl im November. Man freue sich darauf, „den Standort weiterzuentwickeln und damit sowohl die Nahversorgung als auch die bestehenden Arbeitsplätze vor Ort langfristig zu sichern“, so die Penny-Mitarbeiterin.
Markthallen-Konzept und Bio-Waren
Doch wie sehen die konkreten Pläne aus? Für die künftige Nutzung solle der Markt modernisiert werden. Insbesondere investiere man „in den Verkaufsraum sowie in Technik und Einrichtung“. Die Kundinnen und Kunden dürften sich „auf eine moderne Filiale mit einer klaren Warenpräsentation, breiten Gängen und einer angenehmen Einkaufsatmosphäre freuen“, erläutert Behrendt. Penny folgt dabei dem „Markthallen“-Konzept, das ähnlich auch bei anderen Supermarkt-Betreibern mittlerweile üblich ist.
Angeboten werde dann das „bewährte Sortiment mit einem starken Fokus auf Frische, Obst und Gemüse, Convenience und attraktiven Eigenmarken“. Hinzukommen sollen Bio-Produkte, pflanzenbasierte Alternativen sowie zahlreiche weitere Artikel für die unterschiedlichsten Bedürfnisse der Kunden.
Jobs bleiben wohl erhalten
Auch die Arbeitsplätze bleiben demnach erhalten. „Es war uns wichtig, allen Beschäftigten des Rewe-Marktes eine Weiterbeschäftigung anbieten zu können und damit auch die bestehenden Arbeitsplätze zu erhalten“, so Behrendt: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen ihre Kundinnen und Kunden, den Standort und die Bedürfnisse vor Ort teilweise schon seit vielen Jahren. Diese Erfahrung und Verbundenheit sind für uns sehr wertvoll.“
Offen ist allerdings noch, ob das bestehende Backwarenangebot mit Café auch künftig Bestandteil des Standortes sein wird. Dies befinde sich derzeit noch in Abstimmung. Man stehe dazu „im Austausch mit der Bäckerei Ziegler. Eine Fortführung des Angebots würde den Standort aus unserer Sicht sinnvoll ergänzen“. (sas)