Exklusive Berechnungen zeigen: Die Regierungskoalition hält zu einem großen Teil ihr Versprechen nicht ein, die Steuerzahler spürbar zu entlasten. Vor allem eine Gruppe profitiert kaum.

Koalitionsspitzen Söder, Merz, Bas, Klingbeil: Geringe Entlastungen für den Durchschnittsverdiener. Foto: AFP
Berlin. Für Friedrich Merz (CDU) ist es „eine respektable Summe“: Eine Familie mit zwei Kindern und einem Jahreseinkommen von 60.000 Euro werde durch die Steuerreform der Bundesregierung um mehr als 600 Euro im Jahr entlastet, rechnete der Kanzler am Donnerstag vor. So steht es im Beschluss des Koalitionsausschusses.
Bewerkstelligen sollen das etwa höhere Grund- und Kinderfreibeträge und später greifende Spitzensteuersätze. Allerdings kommt die Summe nur zustande, weil Merz und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) eine Familie mit zwei Erwerbstätigen und zwei Kindern als Beispiel gewählt haben. Legt man andere Fallkonstellationen zugrunde, zeigt sich laut Experten: Die Steuerreform von Schwarz-Rot ist eine Mogelpackung.
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