Anwohner der Schmelzer Ambetstraße sind seit Langem verärgert über wuchernde Hecken entlang der Primstalbahnstrecke. In der jüngsten Gemeinderatssitzung platzte Anwohnern der Kragen – und Besserung wurde versprochen. Wann geschnitten werden soll.
Schmelz · Anwohner der Schmelzer Ambetstraße sind seit Langem verärgert über wuchernde Hecken entlang der Primstalbahnstrecke. In der jüngsten Gemeinderatssitzung platzte Anwohnern der Kragen – und Besserung wurde versprochen. Wann geschnitten werden soll.
Geschnitten wurde an der Primstalbahnstrecke seit Längerem nicht mehr, woraufhin sich Anwohner beschwerten. Und nun?
Foto: dpa-tmn/Christin KloseAuf Karten im Internet ist gut zu sehen, was die Anwohnerinnen und Anwohner in der Schmelzer Ambetstraße so verärgert: Büsche und Hecken, die bis in die angrenzenden Wege wachsen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung hatten sich etliche Anwohnerinnen und Anwohner in der Einwohnerfragestunde zu Wort gemeldet und darum gebeten, dass der Missstand in ihrer Straße behoben wird. Sie berichteten von zerkratztem Lack und schlechten Sichtverhältnissen für die Verkehrsteilnehmer.
Die Ambetstraße grenzt an die Primstalbahn, auf der täglich zwischen Dillingen und Lebach-Limbach Güterverkehr unterwegs ist. Sie wurde mit Landesmitteln im vergangenen Jahr saniert und gilt als Vorzeigeprojekt. „Die Sanierung der Strecke hat einen Vorbildcharakter und bietet einen Anreiz, dass sich zukünftig noch weitere Unternehmen an dieser Strecke ansiedeln könnten“, so Saarlands Wirtschaftsminister Jürgen Barke (SPD). „Sie ist eine wichtige Maßnahme für die Förderung der saarländischen Wirtschaft.“
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Betrieben wird die Strecke von der Firma Rangier Service & Transport GmbH (RST), die ihren Sitz in St. Ingbert hat. Auch für Betreiberfirmen gilt das Nachbarschaftsrecht. Einfach gesagt: Wer eine störende Hecke hat, Zweige zum Nachbarn herüberwachsen lässt oder die Verkehrssicherheit beeinträchtigt, muss das beseitigen. Das ist ganzjährig möglich; die naturschutzrechtlichen Einschränkungen zwischen März und September gelten für den Formschnitt nicht.
Bürgermeister Wolfram Lang hat die Beschwerde der Bürgerinnen und Bürger am Tag nach der Gemeinderatssitzung abgearbeitet, mit der Betreiberfirma telefoniert und deren Zusage bekommen, dass in der Kalenderwoche 27 (seit 29. Juni) die Arbeiten an Büschen und Hecken erledigt werden. „Der Ärger der Anwohnerinnen und Anwohner wegen der ausbleibenden Pflege der Hecken beschäftigt die Gemeinde in regelmäßigen Abständen, denn der Betreiber der Bahntransporte ist nicht vor Ort.“ Aber ein Telefonat helfe immer, so Bürgermeister Lang.