Der Gemeinderat Oberkochen hat mit 11:8 den Baubeschluss für das Zukunftsforum abgesegnet. Das 21,7 Millionen Euro teure Projekt wird umgesetzt und soll Ende April 2029 eröffnen.
Stand: 27.07.2026, 21:03 Uhr
Von: Tina Nusshör, Constantin Blaß

Der Gemeinderat Oberkochen hat mit 11:8 den Baubeschluss für das Zukunftsforum abgesegnet. Das 21,7 Millionen Euro teure Projekt wird umgesetzt und soll Ende April 2029 eröffnen.
Oberkochen. Der AfD-Antrag auf einen Bürgerentscheid wurde mit 11:7 (und einer Enthaltung) abgelehnt. Unsere Redaktion war bei der Sitzung vor Ort, hat die Geschehnisse im Ticker zusammengefasst und im Anschluss einen Kommentar zum Zukunftsforum verfasst.
Lesen Sie hier: Zukunftsforum Oberkochen: Die zehn wichtigsten Dinge zum Millionenprojekt
20.19 Uhr: Kurz danach ist die Sitzung des Gemeinderats beendet. Zu diesem Zeitpunkt ist der Kommentar von Chefredakteur Constantin Blaß bereits online (siehe oben). Wir verabschieden uns und danken für das Interesse. Allen Leserinnen und Lesern einen schönen Abend!
20.17 Uhr: Da keine Fragen und Ansprachen mehr gewünscht sind, fragt Bürgermeister Winter: "Wer stimmt dem Antrag auf einen Bürgerentscheid der AfD zu?" Sieben Stadträte stimmen dafür, elf dagegen, es gibt eine Enthaltung. Und wie sieht es mit dem Baubeschluss aus? Elf Stadträte stimmen für den Bau des Zukunftsforums, acht dagegen.
"Wir in Oberkochen dürfen nie dick, behäbig und faul werden"20.10 Uhr: "Diese Stadt lebt sehr von den Gewerbesteuern der hier ansässigen Unternehmen", sagt Julius Siebert (SPD). 170 von 180 Millionen Euro in der Haushaltskasse Oberkochens seien Gewerbesteuern. Mit dem Zukunftsforum gebe man genau diesen Unternehmen etwas zurück. Mit dieser Industriepolitik würde Oberkochen die wirtschaftliche Sicherheit der Stadt sichern. "Profitieren unsere Bürger direkt vom Zukunftsforum? Vielleicht nicht", sagt Siebert. Aber indirekt dann doch, über den Erhalt der Arbeitsplätze, die Unterstützung der Vereine und der Bildungseinrichtungen. "Wir in Oberkochen dürfen nie dick, behäbig und faul werden", sagt Siebert, sondern die Oberkochener sollten aktiv, innovativ und wirtschaftlich führend bleiben.

19.55 Uhr: "Es entsteht ein Ort des niederschwelligen Austausches, der so noch nicht vorhanden ist", sagt Dorothee Schaub, Gruppierungsvorsitzende Grüne. Dank der Fördersummen liege die Investitionssumme für die Stadt Oberkochen bei 14,2 Millionen Euro. Auch die laufenden Kosten seien aus Sicht von Schaub vertretbar. "Kritiker fordern, dass Oberkochen die Investitionen anderweitig tätigt. Aber wo", fragt Schaub. Die Stadt habe in der Vergangenheit bereits in Kinderbetreuung, Spielplätze und den Wiederaufbau der Skateranlage investiert, auch in Zukunft werde in Wohnungsprojekte investiert, die Kirchen würden beim Instandhalten der Gebäude unterstützt und soziale Projekte gefördert.
19.50 Uhr: Winter habe die einmalige Chance eines Zukunftsforum Holz erkannt, so Marstaller. Er habe sich der Aufgabe gestellt, obwohl er das Erbe des Bürgermeisters a.D. Peter Traub auch hätte ablehnen können.
19.47 Uhr: "Wir sind uns der Verantwortung bewusst, mit der wir einen Baubeschluss für das Zukunftsforum Holz befürworten", sagt dagegen Ulrich Marstaller, Fraktionsvorsitzender SPD. Die Träger- und Personalstruktur sowie das Raum- und Nutzungskonzept seien detailliert beschrieben und erklärt. "Für uns wäre es wünschens- und erstrebenswert, wenn sich der Landkreis länger als acht Jahre an dem Projekt beteiligt", ergänzt Marstaller allerdings zu den Kosten.
Zukunftsforum Oberkochen: AfD will das Projekt stoppen19.42 Uhr: "Wir fordern, das Projekt zu stoppen und die Gelder dort einzusetzen, wo sie die Bürger von Oberkochen wirklich brauchen", sagt Mützel abschließend.
19.40 Uhr: Heute solle der Stadtrat über den Baubeschluss und die Fortführung eines Projektes entscheiden, deren finanzielle Tragweite weit über diese Sitzung hinaus gehe, führt Mützel an. Die bewilligten Zuschüsse seien keine Geschenke des Landes oder des Kreises, sondern letztendlich eine Finanzierung durch die Steuerzahler. Diese Steuergelder wären laut Mützel besser in die Instandsetzung der Straßen oder soziale Projekte investiert.
19.34 Uhr: Oberkochen habe schon jetzt verkehrstechnisch ein Problem, das man nicht unter den Tisch kehren könne, und sei räumlich nun mal begrenzt. "Der Ball liegt vor dem Tor, hoffen wir, dass er nicht verschossen wird", schließt Beck seine Rede.
"Nutzungskonzept ist eine Eier legende Wollmilchsau"19.31 Uhr: "Es ist ein tolles, innovatives Gebäude, da gibt es keinen Zweifel", sagt Beck. Aber das Nutzungskonzept sei kein wirkliches Konzept, sondern die Eier legende Wollmilchsau. Es müsse klar sein, wer das Forum braucht und wer das Risiko trägt. Auch wenn Oberkochen viel Geld habe, werde das Projekt den Haushalt dennoch zukünftig eingrenzen.
19.26 Uhr: "Geld würden wir nur verschwenden, wenn die Forumsgegner das Projekt zu Fall bringen", sagt Kaufmann weiter und nimmt Bezug auf die zu Anfang gestellten Fragen zum Kosten-Nutzen-Verhältnis. 7,5 Millionen Euro Fördergelder und rund 4 Millionen Euro bisherige Kosten seien dann verschwendet.
19. 23 Uhr: Winter übergibt das Wort an den Stadtrat - Zeit, um Stellung zu nehmen. "Sind wir eine Stadt, die ihr Vermögen nur noch verwaltet? Oder sind wir eine Stadt, die mutig in die Zukunft schaut", eröffnet Rainer Kaufmann, Fraktionsvorsitzender CDU, sein Plädoyer für den Bau. Mit dem Forum stärke Oberkochen den regionalen Mittelstand, schaffe eine Innovationsplattform für die Forschung und begeistere das Fachpersonal von morgen. "Wir reden nicht nur darüber, wir machen", sagt Kaufmann. Das Projekt stehe auf einem soliden Fundament und der Nutzen für die Bürger sei ganz konkret. Das Zukunftsforum stärke das Miteinander und die Lebensqualität in Oberkochen.
19.12 Uhr: "Im Vergleich zu der vorherigen Kostenschätzung, hat sich die Kostenrechnung nur geringfügig verändert", sagt Menges. Das sei ein Indikator dafür, dass die Planung stabil ist. Die letzte Kostenerhöhung von 21,5 auf 21,7 Millionen Euro sei dem umfangreicheren Aushub für das Untergeschoss geschuldet.
19.09 Uhr: Durch die Solaranlage auf dem Dach sei das Gebäude zu 62 Prozent autark, sagt Menges. Wasserrückhaltesystem, neue Pkw-Stellplätze und eine Entsiegelung der Fläche seien ebenfalls Vorzüge des Forums. Modernste Techniken würden den aktuell höchsten Standard erfüllen, unter anderem was die Qualität der Raumklimas betreffe.
18.55 Uhr: Bürgermeister Winter holt Professor Dr. Achim Menges vom Institut für Computerbasiertes Entwerfen und Baufertigung (ICD), der das Zukunftsforum entworfen und geplant hat, zur Präsentation nach vorne. Er erklärt die neuartige Holzbauweise, für die das Forum zukunftsweisend sein soll. "Das Bausystem gibt es noch nirgends", sagt Menges. Als besonderen Vorteil führt er an, dass nur wenige Flächen einer festen Nutzung zugeordnet seien. Durch den Skelettbau sei die Nutzung der Räumlichkeiten weitestgehend frei.
18.46 Uhr: Entscheidend bei der dialogischen Projektkommunikation seien laut Bürger fünf Punkte: "Frühzeitig informieren, transparent kommunizieren, kontinuierlich begleiten, Dialog ermöglichen und Ergebnisse zurückspiegeln." Hierzu wolle die Servicestelle eine Themenlandkarte für Oberkochen erstellen und im Oktober einen Aktionstag für die Öffentlichkeit anbieten. Auch eine Online-Beteiligung wolle die Servicestelle ins Leben rufen, um auch Bürgern die Möglichkeit zum Dialog zu geben, die nicht an den Aktionstagen teilnehmen können. "Wir sind eine neutrale Stelle des Landes und haben keine inhaltlichen Präferenzen", sagt Bürger.
18.39 Uhr: "Als Bürgermeister, der ganz neu gekommen ist, könnte ich zum Bürgerentscheid sagen: Klar, dann muss ich das nicht selbst entscheiden", sagt Winter. Aber so einfach könne man es sich nicht machen. Daher werde er später gegen eine Bürgerbeteiligung stimmen. Damit übergibt Winter das Wort an Thomas Bürger, stellvertretender Leiter der Servicestelle Dialogische Bürgerbeteiligung Baden-Württemberg. "Es geht uns darum, der vernünftigen, leisen Mehrheit eine Stimme zu geben und die lauten, extremen Stimmen herunterzupegeln", erklärt Bürger die Aufgabe der Servicestelle. In erster Linie arbeite die Servicestelle für die Kommunen des Landes und sei unter anderem beratend tätig.
18.30 Uhr: "Wir haben den Förderbescheid über 7,5 Millionen schriftlich bekommen. Wir haben die mündliche Zusage für weitere Fördergelder und wir haben den Holzbau-Scout", sagt Winter zum Thema Kosten. In den ersten acht Jahren zahlt der Landkreis 100.000 Euro jährlich zu den Betriebskosten, die auf 1,1 Millionen geschätzt sind.
18.28 Uhr: Innovationssprechstunden, Schülertage und- projekte, Messen sowie Abendveranstaltungen seien mögliche Nutzungsszenarien, so Winter. Konkrete Beispiele seien Workshops zu "Kreislauf statt Müll", Forschungsfrühstück als Austausch mit der Wissenschaft, Infoabende "Bioökonomie - was bedeutet dieser Begriff".
18.20 Uhr: Was habe ich als Bürger davon? "Wir wollen Beteiligungsformate schaffen", sagt Winter. Bürger sollen sich im neuen Forum Wissen abholen können, an offenen Werkstatttagen und an Familienangeboten teilnehmen können. In den Erlebnisräumen sollen langweilige Vorträge direkt in der Praxis gezeigt werden.
18:15 Uhr: Beispielhaft für die Nutzer des Forums führt Winter die fiktive Person Thomas B., Geschäftsführer eines Holzbauunternehmens an. Was kann Thomas B. im Forum machen? Er könne sich Zugang zu Green Tec-Themen verschaffen, in den Kontakt mit potenziellen neuen Mitarbeitern kommen, Kooperationsgespräche mit anderen Geschäftsführern führen oder in Form einer Messe mit Kunden in Kontakt treten. Die Stadtverwaltung habe weitere Szenarien und fiktive Personen erarbeitet, um das Nutzungskonzept aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Auch die Bereiche der Metallindustrie und Landwirtschaft sowie der Bildung vor Ort seien im Nutzungskonzept abgebildet.
18.10 Uhr: Technik und Lager im Keller, Erlebnisraum und Makerspace im Erdgeschoss, 3D-Makerspace, Physical AI Lab und Büros für Start-ups in den Obergeschossen - das sieht die Raumplanung des Zukunftsforums vor.
18.05 Uhr: 270.000 Euro Personalkosten jährlich sieht die geplante Personalstruktur für das Zukunftsforum laut Winter vor. "Eine ganz wichtige Person, die wir bald schon installieren wollen, ist der Holzbau-Scout", sagt Winter. Insgesamt werde die Personalauswahl bereits in diesem Jahr noch beginnen.
18.01 Uhr: Wichtig sei, neue Netzwerke aufzubauen, aber auch vorhandene Netzwerke auszubauen. Letzteres sei mit der Gründung des Fördervereins geschehen. Außerdem wolle Winter nachholen, wozu es bisher nicht gekommen sei, nämlich die Bürgerbeteiligung in Oberkochen herauszuarbeiten. "Welche Vorstellungen zum Zukunftsforum sind denn Ihre", fragt Winter in Richtung Bürger. Mit der Wissenschaft und Wirtschaft sei das bereits geklärt. Aufgrund des engen Zeitplans bis zum Baubeschluss sei diese Klärung mit der Bürgerschaft jedoch noch nicht möglich gewesen. "Werden Sie alle Mitglied im Förderverein", fordert Winter die Bürgerschaft auf. Hier könne jeder eintreten und mitbestimmen.
17.55 Uhr: Winter bedankt sich für die Einordnung des Landrats und eröffnet die Vorstellung der Details zum Zukunftsforum. Geen Tech, Bioökonomie, ökologische Intelligenz und nachhaltige Innovation im Holzbau seien die Grundideen des Forums. Schaffung von Arbeitsplätzen in der Holzbauindustrie, Wertschöpfung durch Biotechnologie, Produktion nachhaltiger machen sowie die Verbindung von Technologie und Nachhaltigkeit seien die Grundsätze. Die Verarbeitung regional vorhandener Materialien und damit die Unterstützung der regionalen Wirtschaft seien Kernpunkte.
17.44 Uhr: Prof. Michael Kaschke ergänzt auf Nachfrage unserer Redaktion zu Joachim Bläses Darstellung: „Ich habe in Gesprächen mit dem Landrat klar geäußert, dass ich seine Intention, etwas für regionale Wirtschaftsförderung zu tun, verstehe und auch schätze, das Zukunftsforum aber in seinem Ansatz und vor allem auch dem Standort für den falschen Weg halte.“ Es sei auf Nachfrage weder ein schlüssiges Betreiberkonzept, noch eine Nennung eines erfolgreichen Musterbeispiels genannt worden. Kaschkes Fazit zum Zukunftsforum Oberkochen: „Ich bleibe bei meiner Meinung: Steuerverschwendung, Fehlinvestition.“
17.42 Uhr: Bläse erklärt. dass selbst einer der Kritiker aus Oberkochen, gemeint ist Prof. Michael Kaschke, eigentlich für das Zukunftsforum sei. Es gehe ihm nur um den Standort. Das hätte Bläse aus Gesprächen mit Kaschke mitgenommen. Neben Bläse nickt Bürgermeister Winter zustimmend.
17.40 Uhr: "Wir haben die Chance zu gestalten", sagt Bläse. Und dass der Ostalbkreis einer der wenigen Landkreise ist, der in den letzten fünf Jahren gewachsen sei. "Diese gute Position, die wir haben, fällt nicht vom Himmel", sagt Bläse. Dranbleiben, Gedanken machen und die Zukunftsfelder der Wirtschaft ergründen - das sei entscheidend für den Erfolg. Selbst Kritiker wie Prof. Michael Kaschke
17.35 Uhr: Erneut verlassen mehrere Bürger den Sitzungssaal.
17. 33 Uhr: "Liebe Frau Mützel, natürlich gibt es andere Möglichkeiten des Entscheids", sagt Bläse. Er sei jedoch irritiert über die Nachfragen und Anforderungen, die zu diesem Zeitpunkt seitens Stadtrat und Bürgerschaft kämen. "Reden wir alle noch vom gleichen Projekt", fragt Bläse in die Runde. Aus seiner Sicht wurde zu jedem Zeitpunkt offen und umfassend zum Zukunftsforum informiert. Außerdem sei es immer an der Zeit Motivation und Innovation zu fördern.
17.29 Uhr: Landrat Bläse bekommt das Wort: "Ich freue mich, dass ich wieder in einem Stadtrat zu Gast sein darf, der sich viele Gedanken um die Zukunft seiner Stadt macht", sagt Bläse. Letzte Woche habe er den schriftlichen Förderbescheid in Stuttgart bekommen. Das sei ein wichtiger Schritt, da einige bezweifelt hätten, dass die Fördermittel tatsächlich bewilligt würden.
17.24 Uhr: "Das Gebäude öffnet nicht morgen, sondern es öffnet 2029", sagt Winter. Es sei bis dahin durchaus erwünscht, dass sich die Bürger miteinbringen können. Auf die Frage, ob die AfD die Abstimmung über einen Bürgerentscheid sofort oder im Anschluss an den Tagesordnungspunkt durchführen möchte, antwortet Mützel, dass die Abstimmung gerne im Anschluss erfolgen kann.
17.18 Uhr: Peter Beck, Gruppierungsvorsitzender freie Bürger Oberkochen (FBO), weist darauf hin, dass sich auch seine Gruppierung gegen den Bau des Zukunftsforums ausgesprochen hat. "Ich bin dafür, dass wir uns solidarisch gegenüber anderen Gemeinden zeigen", sagt Beck. Allerdings höre aus seiner Sicht hier die Solidarität auf - bei einer Summe von fast 22 Millionen Euro Kosten.
17.12 Uhr: Susanne Mützel, Gruppierungsvorsitzende der AfD, bekommt das Wort. Die Gruppierung hatte im Vorfeld den Antrag auf einen Bürgerentscheid zum Für oder Wider bezüglich des Zukunftsforums gestellt. Mützel trägt ihre Argumente vor und bittet die Ratskollegen um Zustimmung.
17.08 Uhr: Tagesordnungspunkt sechs ist eröffnet - der lang ersehnte Punkt der anwesenden Bürgerschaft: Neubau Zukunftsforum Oberkochen mit Vorstellung des Technologie- und Innovationsprofils, des Betriebs- und Nutzungskonzeptes und Genehmigung der Entwurfsplanung und Kostenberechnung (Baubeschluss) sowie Vergabe von Planungs- und Ingenieurleistungen in Gestalt einer Forschungs- und Entwicklungsdienstleistung. Landrat Bläse wird zum Mikrofon gebeten.
16.52 Uhr: Mehrere Bürger verlassen unter Protest den Saal.
16.50 Uhr: Eine Bürgerin bittet darum, den Tagesordnungspunkt zum Zukunftsforum vorzuziehen. Bürgermeister Winter lehnt dies ab, da dies nicht im Ermessen der Bürgerfragestunde sei. Ein weiterer Bürger stellt die Frage, ob dann der Tagesordnungspunkt eins "Bürgerfragestunde" nach hinten geschoben werden kann - auf den Zeitpunkt nach dem Vortrag zum Zukunftsforum. Winter lehnt dies ab: "Nachdem wir gerade all ihre Fragen berücksichtigt haben, wollen Sie die Bürgerfragestunde verlegen?"
16.42 Uhr: In der Bürgerfragestunde kommen seitens mehrerer Bürger Fragen zum Zukunftsforum auf. Welche Vor- oder Nachteile gibt es bezüglich des Zukunftsforums im Gegensatz zu einer herkömmlichen Fachmesse? Wer wird dieses Zukunftsforum nutzen? Sind die Millionenbeträge wirklich gut investiert? Bei der Frage, ob das Zukunftsforum aus Sicht der Stadtverwaltung tatsächlich einen Mehrwert für Oberkochen bringt, gibt es Applaus. Winter weist darauf hin, dass alle Fragen im Rahmen des Vortrags zum Zukunftsforum später in der Gemeinderatssitzung beantwortet werden.
16.32 Uhr: Bürgermeister Marcel Winter eröffnet die Gemeinderatssitzung. Die Sitzung findet dieses Mal im großen Saal statt - es sind zahlreiche Bürgerinnen und Bürger erschienen. Auch Mitglieder des neu gegründeten Fördervereins Zukunftsforum Oberkochen sind zugegen. Drei Minuten später betritt, Landrat Dr. Joachim Bläse den Saal.
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