Das Zukunftsforum Oberkochen ist hoch umstritten. Nun präsentieren Bürgermeister und Landrat das Träger- und Finanzierungsmodell. Wir berichten live über Pläne, Kritik und offene Fragen.
Stand: 14.07.2026, 21:07 Uhr
Von: Constantin Blaß

Das Zukunftsforum Oberkochen ist hoch umstritten. Nun präsentieren Bürgermeister und Landrat das Träger- und Finanzierungsmodell. Wir berichten live über Pläne, Kritik und offene Fragen.
Aalen/Oberkochen. Oberkochens Bürgermeister Marcel Winter und Landrat Dr. Joachim Bläse treiben das "Zukunftsforum" weiter voran – auch wenn es immer noch Fragen zum inhaltlichen Konzept gibt. Am Dienstagabend (14. Juli) stellten die beiden das gesellschaftsrechtliche Konzept für das 21,5 Millionen Euro teure Bauprojekt vor und gründeten den Förderverein Zukunftsforum Oberkochen e.V.
Die Trägerstruktur besteht aus der Zukunftsforum Oberkochen gGmbh und einem Förderverein e.V. Der Förderverein soll – so sagt schon der Name – das Zukunftsforum Oberkochen fördern. Das kann durch das Einbringen von Know-how sein, aber auch durch wirtschaftliche Zuwendungen. Die Stadt Oberkochen ist Bauherrin und Eigentümerin des Zukunftsforums. Die Stadt ist verantwortlich für Infrastruktur und Unterhalt des Gebäudes.
Lesen Sie hier: "Zukunftsforum Oberkochen ist kein Abschiebeprojekt"
Analog könnte auch ein Förderverein für das geplante, aber durchaus auch kontrovers diskutierte Zukunftsforum Oberkochen gegründet werden. Der Landkreis hat bereits eine finanzielle Unterstützung in Höhe von insgesamt 800.000 Euro verteilt auf acht Jahre zugesichert.
Zukunftsforum Oberkochen: Der Ticker zum Termin im Landratsamt21:00 Uhr: Wir verabschieden uns und wünschen einen schönen Abend!
20:50 Uhr: Wie fällt das Fazit zur Infoveranstaltung aus? Drei Aspekte:
20:41 Uhr: Jetzt geht es um die Gründung des Fördervereins. Die Informationsveranstaltung ist damit zu Ende, die Gründungsveranstaltung eröffnet.
20:38 Uhr: Der Landrat "macht Druck": "Ich sehe keine Fragen mehr." Und da kommt doch noch eine. Es geht um die möglicherweise nicht ideale Fläche.
20:36 Uhr: Julius Siebert (SPD-Gemeinderat aus Oberkochen und bekanntermaßen Befürworter des Zukunftsforums) hat eine Nachfrage zum Förderverein. Winter erklärt, dass darauf geachtet werden soll, dass möglichst wenig Bürokratie aufkommt. Und ein wenig Geld soll auch für Projekte zusammenkommen ...
20:34 Uhr: Die Kostenberechnung ist wohl schon fertig, ist derzeit im nicht-öffentlichen Teil des Technischen Ausschusses. Marcel Winter sagt nicht, ob das Zukunftsforum Oberkochen günstiger oder teurer als die 21,5 Millionen geworden ist.
20:32 Uhr: Eine Bürgerin aus Oberkochen fragt; "Wieso ist das Projekt in Oberkochen gelandet?" Winter hatte im Interview mit unserer Redaktion bereits erläutert, dass das Zukunftsforum "kein Abschiebeprojekt" sei. Statt Winter spricht jetzt Landrat Bläse und sagt: "Weil der Stadtrat vorausschauend ist, sich mit dem Thema beschäftigt hat und der Meinung ist, das passt zu uns."
20:30 Uhr: Winter verweist darauf, dass alle Meinungen auch am 27. Juli 2026 im Rahmen der Stadtratssitzung geäußert werden. "Ich halte das Projekt für völlig richtig", sagt Winter – und erhält Applaus von circa 15 Personen im Saal.
20:28 Uhr: Winter sagt: "Wir alle geben uns beste Mühe, das Konzept aufzustellen. Alles, was an Anregungen und Kritik versuchen wir einfließen zu lassen, um das Projekt besser zu machen." Ab September soll es eine dialogische Beteiligung geben. Das ist ein Beteiligungsformat, durch das möglichst viele Stimmen zum Zukunftsforum eingeholt werden sollen. "Ich gehe fest davon aus, dass der Stadtrat von seinem Recht Gebrauch macht, diese Meinungen dann darzustellen, konstruktiv zusammenzuarbeiten und dann richtig loszulegen."
Zukunftsforum Oberkochen: Kritische Stimmen sollen im Stadtrat behandelt werden20:25 Uhr: Ein Bürger aus Oberkochen meldet sich. Die Vorstellung habe ihm sehr gut gefallen. Ihm fehle allerdings "die andere Seite". Er meint damit, dass auch kritische Stimmen behandelt werden sollen. Marcel Winter will sich dazu äußern, auch wenn möglicherweise die nächste Sitzung des Stadtrats noch passender wäre.
20:24 Uhr: Da es bisher keine Fragen gibt, macht Bläse noch einmal Werbung: Der Ort für das Zukunftsforum finde ich genial."
20:21 Uhr: Partner für die Bio-Ökonomie: Betrieb des Netzwerks Bio-Ökonomie Virngrund (BioVIR), GOA GmbH, Hochschulen, Universitäten. Und damit endet der Vortrag von Marcel Winter. Er erhält Applaus. Joachim Bläse fungiert jetzt als Moderator. Sein erster Hinweis: Er habe gehört, dass einige noch zum Fußball wegmüssen ...
20:19 Uhr: Partner für Green-Tech: Leitz GmbH, Holzwerke Ladenburger, diverse Hochschulen
20:19 Uhr: Jetzt werden die Partner für die einzelnen Bereiche vorgestellt. Für den Bereich Holz: Holzbau Schloss, Holzbau Binz, Holzbau Geiger, Kreishandwerkschaft, Architektenkammer Ostalbkreis, Uni Stuttgart, Hochschule Biberach (Pro. Dr. Ing. Jörg Schänzlein), Fortliches Bildungszentrum/Forst BW Königsbronn.
20:16 Uhr: Ein Info-Abend zum Thema Bio-Ökonomie kann als Fachvortrag auch im Zukunftsforum Oberkochen stattfinden. "Grün rechnet" sich ist eine weitere Idee, um aufzuzeigen, wie Unternehmen von der grünen Transformation profitieren.
"Forschungsfrühstück" ein Event im Zukunftsforum Oberkochen20:14 Uhr: Auch ein "Forschungsfrühstück" (finanziert durch die Betreibergesellschaft) führt Marcel Winter an. Aktuelle Projekte aus dem Bereich Green-Tech sollen vorgestellt werden. "Man kann sich viele Möglichkeiten vorstellen", so Winter.
20:12 Uhr: Jetzt wird schnell durch ein paar Folien geklickt – bis ein Workshop vorgestellt wird. Er trägt den Namen "Kreislauf statt Müll". Teilnehmer sollen dabei Materialmuster prüfen und analysieren, wie sich Produktionsreste sinnvoll weiterverwerten lassen. Solch ein Workshop kann dann im Wood-Makerspace stattfinden. Oder im 3D-Makerspace. Oder was einige Personen im Großen Sitzungssaal sicher auch denken; in zig anderen Locations außerhalb von Oberkochen.
20:10 Uhr: Noch mehr Synergien: Die Technik aus der neuen Dreißentalhalle kann auch vom Zukunftsforum Oberkochen genutzt werden.
20:08 Uhr: Die Detail-Tiefe, die Marcel Winter offenbart, verdient Respekt. Oberkochens Bürgermeister ist sehr gut vorbereitet, brennt für das Zukunftsforum. Ob sich die Theorie in die Praxis überführen lässt, ist allerdings fraglich. Die erste Nutzung der Räumlichkeiten im Zukunftsforum soll zum Beispiel vorgeben, was vor Ort überhaupt an Ausstattung benötigt wird.

20:04 Uhr: Guter Hinweis: Es muss beim Zukunftsforum – laut Marcel Winter – kein Hausmeister eingestellt werden – das macht der Hausmeister der Dreißentalschule mit. Ob er davon schon weiß?
19:59 Uhr: Die nächste Folie hat den Titel "Ein Zukunftsforum für alle". Es werden die Bereiche "Wirtscahft & Handwerk", ,Wissenschaft & Forschung", "Bildung & Nachwuchs" sowie "Öffentlichkeit & Gesellschaft" mit dem Projekt angesprochen.
19:55 Uhr: Winter erinnert an den Grundsatzbeschluss des Gemeinderats. Bis zur Stadtratssitzung am 27. Juli stehen die endgültigen Kosten fest. Im ersten Quartal 2027 soll der Spatenstich erfolgen. 2029 soll das Zukunftsforum eröffnen. Während der Bauphase soll bereits eine Beteiligungsphase der Partner & Netzwerke gestartet werden.
Zukunftsforum Oberkochen: Es soll einen Holzbau-Scout geben19:50 Uhr: Es wird auch eine (externe) Geschäftsführung der "Zukunftsforum Oberkochen gGmbH" geben. Der Vorstand bzw. die Gesellschafter haben die strategische Leitung inne. Winter wirbt dafür, sich im Förderverein zu engagieren und spricht von einem Holzbau-Scout, die relevante Akteure untereinander vernetzt (auch mit der Verwaltung). Diese Person soll Informationen weitergeben, koordinieren, ein Kümmerer sein. Direkt in 2027 soll dieser Holzbau-Scout installiert werden.
19:48 Uhr: Die Trägerstruktur besteht aus der Zukunftsforum Oberkochen gGmbh und einem Förderverein e.V. Die Stadt Oberkochen ist Bauherrin und Eigentürmerin. Die Stadt ist verantwortlich für Infrastruktur und Unterhalt des Gebäudes. "Das Zukunftsforum kann ein Gewinn für die Stadt und die Region sein", so Winter.
19:46 Uhr: Marcel Winter sagt, dass ein Zukunftsforum relevant für Unternehmen sein kann. Das Zukunftsforum würde Zugang zu Forschung und Pilotprojekten schaffen. In Summe geht es um vier Punkte: Innovationsvorsprung:
Wettbewerbsfähigkeit:
Fachkräfte & Qualifizierung:
Regionale Stärke
19:42 Uhr: Der ländliche Raum soll mit dem Projekt unterstützt werden, sagt Winter.
19:39 Uhr: Oberkochens Bürgermeister Marcel Winter ist jetzt an der Reihe. Er sagt: "Wir bewegen uns immer mehr vom Abstrakten ins Konkrete." Im Rahmen "Nachhaltiger Innovationen im Holzbau" spricht er von Bio-Ökonomie, Green-Tech und Ökologischer Intelligenz. Für diese Bereiche soll der Zukunftsforum stehen.

19:38 Uhr: Exakt 30 Minuten hat Joachim Bläse gesprochen und versucht, Werbung für das 21,5 Millionen Euro-Projekt zu machen. Er schließt mit den Worten: "Alles Gute, unserem Zukunftsforum Oberkochen!"
19:34 Uhr: Mit Blick auf ein Zukunftsforum sei Oberkochen eine tolle Schnittstelle Richtung Heidenheim. Zwischendurch versucht Bläse noch ein paar Gäste zu begrüßen. Mehrfach ist jetzt "Simon Haag" gefallen, gerade auch der von Dr. Christoph Rettenmeier von der Holzbau Ladenburger GmbH. Bläse lobt Oberkochen, dass dort der Stadtrat sagt, dass wir der Zukunftsort sein wollen.
19:32 Uhr: Die Innovationslandkarte Ostalbkreis wird eingeblendet. Es geht um...
19:30 Uhr: Gute Nachrichten. Die Präsentationstechnik scheint wieder zu funktionieren. Eingeblendet ist die Hightech-Agenda der Bundesregierung mit sechs Schlüsseltechnologien.
19:28 Uhr: Bläse erinnert daran, dass schon vor Jahren ein Ort geschaffen werden sollte, um sich mit Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft zu beschäftigen. Er spricht von Innovationsmomenten, die zu schaffen sind. "Wir wollten nie einen Turm bauen", sagt der Landrat zudem und spielt auf die Albturm-Gedanken an, die mal in Heubach und Oberkochen kursierten.
19:25 Uhr: Jetzt spricht der Landrat sogar ohne Mikrofon, weil zwei Helferinnen versuchen, die Präsentation zum Laufen zu bringen. Bläse bringt das nicht aus der Fassung. Er zieht seine Rede durch. Gut 50 Personen im Plenum hören zu. Auch dabei: Ingbert Binz von Holzbau Binz. Er hatte den Pavillon des Ostalbkreises auf der Landesgartenschau in Ellwangen realisiert.
19:22 Uhr: Im Großen Sitzungssaal funktioniert die Präsentationstechnik nicht richtig – passend zum Thema. Fun-Fact aus Journalisten-Sicht: Auch Steckdosen sind im Saal Mangelware. Aber das WLAN funktioniert. Immerhin.
19:19 Uhr: Wo haben wir Entwicklungsfelder? Wo haben wir Chancen? Das Land möchte, dass Schlüsseltechnologien gefördert werden. Daher ist auch Joachim Bläse wichtig, dass Schlüsseltechnologien wie KI, klimaneutrale Technologien, Bio-Technologien, Bio-Ökonomie oder auch Green-Tech im Ostalbkreis abgebildet werden. "Was haben wir zu bieten?", fragt er.
19:16 Uhr: Der Landrat spricht erst einmal über Werte, auch den Kreisfeuerwehrtag, im Kern will er andeuten, dass er sich Gedanken über die Zukunft des Ostalbkreises macht. Wie sind die Zukunftsperspektiven? Wie können wir so stark bleiben, wie wir sind? Wir haben uns trotz der ganzen Krisen im Bereich der Innovationen positiv entwickelt. Ich bin stolz, dass bei bundesweiten Untersuchungen der Ostalbkreis zu den Top-Ten zählt.
19:11 Uhr: Bläse spricht die inhaltliche Ausgestaltung an. Ein wichtiger Punkt, denn bisher ist beim Zukunftsforum noch nichts geklärt. Markus Frei, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ostalb ist auch im Saal.

19:09 Uhr: Als Landrat ist mir wichtig, dass mit Ihnen die Thematik größer zu denken und zu diskutieren. (...) Für mich ist es ein Glücksfall, dass wir heute über das Zukunftsforum sprechen können und dürfen.
19:07 Uhr: Landrat Joachim Bläse betritt den Raum. Bedeutet: Gleich kann es losgehen. Am Podium berichtet er, dass er direkt vom Verwaltungsvorstand der Kliniken Ostalb aus Mutlangen gekommen ist. Er dankt seinem Fahrer, dass er sogar fast noch pünktlich ist zur eigenen Veranstaltung.
19:05 Uhr: Im Plenum ist auch Simon Haag, der neue Oberbaumeister der Bau-Innung Ostalb, dabei. "Für mich heißt innovatives Bauen, dass es baustoffneutral ist. Ich bin gespannt, was heute vorgestellt wird.
19:01 Uhr: Im Großen Sitzungssaal sind auch viele Gemeinderäte zugegen. Die Freien Bürger Oberkochen, die das Zukunftsforum Oberkochen kritisch sehen, sitzen in Reihe eins.

18:57 Uhr: Oberkochens Bürgermeister Marcel Winter greift zum Mikrofon. Der Hausherr, Landrat Dr. Joachim Bläse (und vor einer Woche 58 Jahre jung geworden), verspätet sich. Die Veranstaltung beginnt erst um 19:10 Uhr.
18:55 Uhr: Der große Sitzungssaal im Landratsamt füllt sich so langsam. Mit dabei ist auch Marlen Schlosser aus Jagstzell. Wird sie mit ihrem Holzbau-Betrieb Teil des Fördervereins?
18.50 Uhr: In wenigen Minuten startet die Veranstaltung im Landratsamt Aalen.
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